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Geschichte

In der modernen Zahnmedizin ist die Geschichte des Zahnbleichens rund 150 Jahre alt. Vor und nach der Jahrhundertwende wurden Versuche mit Oxalsäure, Wasserstoffperoxid (H2O2) - teilweise in Kombination mit Strom, Licht oder Hitze-, Chlor, Pyrozon (25 % H2O2 + 5 % Äther) und Salzsäure gemacht. Die Kombination 30 % H2O2 + Hitze galt ab 1930 allmählich als akzeptierte Methode. Diesbezügliche Studien erfolgten aber erst nach 1950.

In den 60er Jahren wurden Antiseptica im Rahmen von orthodontischen Behandlungen zur Verbesserung der Gingivagesundheit (Zahnfleisch) eingesetzt. Dabei wurde beobachtet, dass die Carbamidperoxidhaltigen Produkte Gly-Oxide (1968), später dann Proxigel (1972), Bleichwirkung zeigten.

Nach einer längeren Publikationspause wurde 1970 hochprozentiges H2O2 als Bleichmittel wieder erwähnt, 1984 dessen kombinierte Anwendung mit Hitze; ein Beschrieb des "Walking Bleaching" erfolgte nach 1884 erstmals wieder im Jahre 1976.

1989 erschien die erste systematische Beschreibung des Bleichens mit Carbamidperoxid (Haywood & Haymann) und gleichzeitig die Lancierung des ersten Markenproduktes für das Bleichen von Zähnen. In der Zahnmedizin ist "Bleaching" heute die populärste Behandlung zur Verbesserung der Weiss-Ästhetik.
 
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